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Lympherkrankungen

verursachen häufig chronische Schwellungen, die sowohl angeboren, als auch eine Folge von Unfällen oder Operationen, insbesondere bei Krebserkrankungen, sein können.

Sie können aber auch im Zusammenhang mit chronischen Gefäßleiden, Rheuma oder anderen Ursachen stehen.

Viele Ursachen, viele Gemeinsamkeiten!

 

 

 

Aktueller Veranstaltungshinweis :

 

Interessierte sind herzlich willkommen !

 

Lymphselbsthilfegruppe bietet Vortrag zu Adipositas

 

Infos zu Wechselwirkungen zwischen Erkrankungen und Möglichkeit einer OP

 

Rheine. In der Lymphselbsthilfegruppe Nordmünsterland treffen sich regelmäßig Menschen mit Lip- oder Lymphödem zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung.

Am Dienstag, 28. Juni, ab 19 Uhr hält Dr. Clemens Knappmann, Leiter des Interdisziplinären Adipositaszentrums am Klinikum Ibbenbüren, einen Vortrag zum Thema „Die operative Behandlung des massiven Übergewichtes“ und stellt die Querverbindungen zum Lymphödem deutlich heraus.

Das Lipödem ist gekennzeichnet durch die atypische, symmetrische Häufung von Fettgewebe seitlich an den Hüften und Oberschenkeln. Weiterhin können die Oberarme und im späteren Verlauf auch die Unterschenkel, Unterarme und der Nacken betroffen sein, denn die Krankheit schreitet voran.

Die krankheitsbedingten Schwellungen aufgrund der Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem (Ödem) können Schmerzen und Druckempfindlichkeit oder sogar blaue Flecken auslösen. Das Lipödem tritt fast ausschließlich bei Frauen auf: nach der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Hormonelle Veränderungen und Gewichtszunahme werden als Ursachen vermutet, ebenso eine genetische Veranlagung.

Das Lipödem ist nicht die Folge von Übergewicht, bei der Hälfte aller Patientinnen besteht jedoch zusätzlich zum Lip-Ödem eine Adipositas (Fettleibigkeit).

Relevant ist Adipositas auch für Lymphödem-Patienten, denn Adipositas wirkt sich negativ auf den Krankheitsverlauf des Lymphödems aus.

Das Lymphödem ist eine sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Zwischenzellraum. Es wird durch eine Schwäche des Lymphgefäßsystems hervorgerufen.

Zugrunde liegt ein chronisch-entzündliches Krankheitsbild, das nicht nur die Extremitäten sondern auch das Gesicht, den Hals, Rumpf und auch die Genitalien betreffen kann.

Die Unfähigkeit des Lymphsystems, die Lymphflüssigkeit abzutransportieren, führt zu einem Rückstau und zur Ansammlung von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen (Ödem).

Im Vortrag erfahren die Teilnehmer auch, ob und inwieweit eine Operation von Adipositas bei welchen Lymph- oder Lipödempatienten möglich ist.

Dass es hier vieles zu bedenken gibt, macht Markus Heidenreich klar: Er ist an Adipositas und einem Lymphödem erkrankt und hat eine Schlauchmagen-OP hinter sich: „Durch die OP habe ich abgenommen und war dadurch wieder beweglicher und aktiver.

Genau dadurch aber hat sich bei mir die Lymphflüssigkeit in den Beinen gesammelt. Über Kompression und Lymphdrainage wusste ich da noch nicht so viel und habe es deswegen auch zu wenig ernst genommen.“

Die hohen Hürden für eine Operation hat er genommen: „Man muss nachweisen, dass man sich ausführlich zur Ernährung hat beraten lassen und ein psychologisches Gutachten erstellen lassen, damit sicher ist, dass kein psychisches Problem den Erfolg der OP behindert“, beschreibt Heidenreich, denn bei manchen Patienten folgt auf die OP eine Depression: Das einzige, aus dem sie bisher ihr Glückserleben gezogen haben, das Essen, ist nun nur noch eingeschränkt möglich. „Deswegen ist es wichtig, dass man sich genau mit den Folgen der OP auseinandersetzt und voll hinter der Entscheidung steht“, sagt Heidenreich. „Und wer außerdem vom Lip- oder Lymphödem betroffen ist, muss natürlich die Auswirkungen hier noch berücksichtigen.“

Der Themenabend wird zusammen mit der Selbsthilfegruppe Adipositas Rheine veranstaltet und dauert inklusive Diskussion und Fragerunde bis ca. 21 Uhr. Veranstaltungsort: Tageszentrum des Caritasverbandes, Lingener Str. 11 in Rheine.

Bei Fragen hilft Marianne Heitkamp, Leiterin der Lymphselbsthilfegruppe Nordmünsterland, weiter unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!